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Survival im Projekt: wie mit Resilienz der Stresspegel sinkt

Beitrag Cornelia Wüst, Geschäftsführerin der Tiba Coaching GmbH

Wussten Sie schon: die Arbeit ist der Stressfaktor Nr. 1 in Deutschland. Wie die Stressstudie 2016 der Techniker Krankenkasse ergeben hat, empfinden 46 Prozent der Befragten Arbeit als größten Stressfaktor. Direkt dahinter auf Platz zwei und drei liegen die eigenen, zu hohen Ansprüche sowie Freizeitverpflichtungen. Und dieser Stress wird immer mehr, denn gute 60 Prozent der Befragten fühlen sich gestresster als noch vor drei Jahren. Was bedeutet das für unseren Projektalltag? Kann Stress nur von außen oder etwa auch von innen heraus reduziert werden? Was droht, wenn der Stress überhandnimmt? Und welche Rolle spielt Resilienz dabei?

Jeder kennt sie, diese Projektsituationen, die den Stresspegel in die Höhe schnellen lassen: der Zeitplan ist eng, die Ressourcen knapp und das Budget schon fast ausgeschöpft. Doch während Ihr Kollege gut gelaunt scheinbar jede dieser Herausforderungen meistert, werden Sie zunehmend nervöser. Schließlich hängt am Projekterfolg die eigene Karriere, ist es Ihr Anspruch die Erwartungen Ihrer Vorgesetzten zu erfüllen. Im Gespräch mit dem Kollegen zeigt sich: auch er ist sich der Herausforderungen bewusst und doch sieht er alles deutlich gelassener. Optimistisch blickt er dem Projektende entgegen, selbstbewusst erkennt er die bereits verbuchten Meilensteine als gute Leistung an. Er besinnt sich dabei auf die eigenen Stärken und das Potenzial, das das Projekt für das Unternehmen bietet. Egal ob daraus jetzt der große Durchbruch oder der erste Schritt in die richtige Richtung resultiert. Wieso weichen Ihre Einstellungen und Empfindungen so voneinander ab, sind Sie beide doch mit der gleichen Ausgangssituation konfrontiert?

Die Antwort auf diese Frage lautet Resilienz, also die individuelle Widerstandsfähigkeit in Stresssituationen. Umgemünzt auf den Projektalltag bedeutet das: mit Resilienz lassen sich Zeit- oder Kostendruck, Konflikte mit Vorgesetzten und Kollegen, Rückschläge oder Unsicherheiten spürbar besser verkraften. Man lässt sich weniger unterkriegen, kann sich Herausforderungen besserstellen. Und nicht nur das! Durch Resilienz gewonnener Optimismus wirkt ansteckend – so kann beispielsweise die Zuversicht Ihres Kollegen Ihren Glauben an den Projekterfolg wieder positiv bestärken. Wer resilient auf Belastung reagiert, profitiert und beflügelt somit zugleich und ist damit ein wahrer Gewinn für jedes Unternehmen, für jedes Projektumfeld.

Gesunder Stress: Tatsache oder ein Widerspruch in sich?

Charakter und Persönlichkeit entscheiden wie gelassen wir mit schwierigen Situationen umgehen, inwiefern wir uns von äußeren Faktoren unter Druck setzen lassen oder ob Termindruck mehr Stress als Ansporn für uns bedeutet. Doch was ist schon ein wenig Stress? Brauchen wir ihn nicht sogar manchmal? Ganz unberechtigt sind diese Fragen nicht. Denn Stress ist per se erst einmal die Reaktion des Organismus‘ auf besondere Belastung und damit Motor unserer Leistungsfähigkeit. Ohne ihn ließe sich nur halb so viel erreichen. Die Reaktion des Körpers auf den Ausnahmefall kann im Dauerzustand jedoch schwere Folgen haben. Körper und Seele leiden darunter gleichermaßen: wer häufig gestresst ist, ist öfter krank. Im schlimmsten Fall droht der Burn-out. Auch das zeigt die Stressstudie. Umso wichtiger ist es, dass die eigenen Rezeptoren empfindlich auf zu viel Stress reagieren und anzeigen: es muss sich etwas ändern, diese Auswirkungen auf meinen Körper und mein Befinden akzeptiere ich nicht länger.

Abschalten ist das eine, stärkere Resilienz das andere

Doch was macht einen resilienten Menschen aus? Den US-Forschern Dr. Karen Reivich und Dr. Andrew Shatté zufolge sind sieben Faktoren dafür entscheidend: Optimismus und damit die eigene Überzeugung, schonungslose und möglichst emotionslose Situationsakzeptanz, Lösungsorientiertheit, aus der Opferrolle heraustretende Selbstwirksamkeit, Verantwortungsübernahme, Ausbau und Pflege eines sozialen Netzwerks sowie das Schmieden eigener Zukunftspläne und -Visionen. Wer hieran sein Leben ausrichtet, wird auch in der stressigen Projektwelt klar im Vorteil sein. Die Stakeholder erwarten einen neuen Statusreport und Sie müssen einen kurzfristigen Produktionsstopp verkünden? Die Kosten für ein wichtiges Bauelement übersteigen die ursprüngliche Kalkulation? Und der Zeitplan wird immer enger? Mit stärkerer Resilienz werden diese Herausforderungen zwar nicht verschwinden, aber anstatt daran zu verzweifeln können Sie Ihnen entspannter begegnen und Ihren Blick nichtsdestotrotz optimistisch nach vorne richten. Ihr Atem wird länger, die Ausdauer größer. Sie wachsen an Ihren Herausforderungen, aktivieren mit ihnen die Ressourcen zur Veränderung und persönlichen Entwicklung. Ihr Survival im Projekt ist gesichert!

Nun aber zu Ihnen: wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Stress? Streben auch Sie nach mehr Resilienz oder haben Sie sich vielleicht schon als resilienter Mensch und Mitarbeiter bewiesen? Welchen Situationen sind Sie begegnet, die starke oder mehr Resilienz erfordert haben?

Ich freue mich auf einen anregenden Austausch mit Ihnen!

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