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Resilienz in Organisationen: Vorbeugen ist besser als heilen

Beitrag Cornelia Wüst vom 11. Juni 2014

Wirtschaftliche Schwankungen, kürzer werdende Produktlebenszyklen, steigende internationale Anforderungen und komplexer werdende Strukturen stellen Organisationen vor immer größere Herausforderungen. Dies spüren auch Mitarbeiter und Projektleiter. Sie wissen, wie wichtig ihre Leistung für das Unternehmen ist; dass ihr Einsatz mit darüber entscheidet, ob das Unternehmen im ständigen Wettbewerb besteht. Als Folge brennen immer mehr Menschen innerlich aus. Sie sind erschöpft, werden krank – und fallen über einen längeren Zeitraum aus. Dies wiederum erhöht den Druck auf die Kolleginnen und Kollegen, die mit Mehrbelastungen konfrontiert werden. Damit schwächt fehlende Resilienz nicht nur den Einzelnen, sondern auch Teams und damit das Unternehmen selbst.

Resilienz in Unternehmen wird damit als Wettbewerbsfaktor immer wichtiger. Resiliente Systeme sind flexibel und robust. Sie erkennen rechtzeitig, wann interne oder externe Veränderungen eintreten, reagieren darauf und gehen gestärkt aus der Situation hervor. Mit dieser organisationalen Fähigkeit der schnellen und erfolgreichen Anpassung bewegen sie sich ständig zwischen Erhaltung, Reorganisation und Wachstumsphase.

Resilienz im Unternehmen verankern

Geht es um Resilienz in Unternehmen, wird zwischen internen und externen Resilienzfaktoren unterschieden. Zu den externen Faktoren zählen beispielsweise die Preisentwicklung für Rohstoffe, neue Wettbewerber, Lieferschwierigkeiten eines Dienstleisters, Naturkatastrophen, Wirtschaftskrisen oder neue gesetzliche Regelungen, die ein Unternehmen betreffen. Mit diesen Faktoren müssen sich einzelne Mitarbeiter und Teams täglich auseinandersetzen – und dies, ohne sie nachhaltig beeinflussen zu können. Gleichzeitig können diese Faktoren Ängste über die eigene berufliche Sicherheit auslösen; Ängste und Sorgen, die auf Dauer krank machen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Anders sieht es bei den internen Resilienzfaktoren aus. Hier geht es um die Balancefelder Unternehmenskultur, Führung und Organisation. Resiliente Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass Führungskräfte, Projektleiter und Mitarbeiter fähig sind, die Realität zu akzeptieren und anzupacken. Sie kämpfen dafür, dass ihr eigenes Produkt als erstes auf dem Markt ist – akzeptieren es aber, wenn der Wettbewerber schneller war. Sie besinnen sich auf ihre individuellen Stärken, kämpfen aber für die Organisation und die kollektiven Ziele.

Um Resilienz im Unternehmen zu verankern, sind vor diesem Hintergrund zwei Ebenen gefragt: Die Unternehmensstruktur sowie der einzelne Mitarbeiter. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk auf Manager und Führungskräfte gelegt werden. Sie haben aufgrund ihrer Vorbildfunktion einen wesentlichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit ihres Teams. Um ihre Widerstandskraft zu stärken, können sie die eigenen Gedanken nach den sieben Schlüsseln der Resilienz nach Dr. Andrew Shatté beobachten und ihr Verhalten anschließend ändern:

  • Denkfallen identifizieren
  • Eisberg-Überzeugungen aufspüren
  • Lösungskompetenz trainieren
  • Katastrophendenken stoppen
  • Beruhigen und fokussieren
  • Resilienztechniken in Echtzeit praktizieren

Die nächste Maßnahme zur Resilienzverankerung im Unternehmen widmet sich dem „Balancefeld Organisation“. Ob Maßnahmen zur Resilienzverankerung notwendig sind, lässt sich u.a. gut an der Stimmung innerhalb eines Teams in Krisensituationen feststellen. Indikatoren für eine Stärkung der Resilienz innerhalb des Teams können sein:

  • Die Krisensituation besteht bereits länger als acht Wochen, eine Lösung ist dabei nicht in Sicht.
  • Das Team empfindet die Situation als existenzbedrohend.
  • Die Situation wirkt sich auf mehrere Arbeitsprozesse innerhalb des Teams oder sogar über die Grenzen des Teams im gesamten Unternehmen aus.
  • Die Situation steht im Zusammenhang mit Megatrends, d.h. langfristigen, globalen Entwicklungen.
  • Es tauchen gehäuft Turbulenzen ähnlicher Art auf wie beispielsweise der Verlust wichtiger Kunden oder eine erhöhte Fluktuation und diese spitzen sich zu.
  • Hilflosigkeit und Angst gehen im Team um.

Um hier den Wandel zu einer stärkeren Unternehmensresilienz zu erreichen, müssen Prozesse hinterfragt, Komplexität und Bürokratie abgebaut und Strukturen weiterentwickelt werden. Auch sollten die Teams selbst und die Schnittstellen zu den Stakeholdern in den Unternehmen gestärkt werden. Dies geschieht u.a. dadurch, dass mehr Eigenverantwortung übernommen wird.

Fazit

Resilienz lässt sich nicht von oben anordnen – sie muss gelernt und verinnerlicht werden. Dazu ist ein Prozess nötig, der alle Hierarchien sowie die Unternehmensstruktur und –kultur berücksichtigt. Unternehmen, die diesen Prozess zugunsten einer höheren Wettbewerbsfähigkeit initiieren wollen, können sich durch externe und/oder interne Resilienzberater unterstützen lassen.

Die Tiba-Coaching GmbH verfügt über Resilienz-Spezialisten, die beraten, trainieren und coachen – für eine gesunde Organisation mit resilienten Menschen für kraftvolles Handeln.

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