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Höhere Burnout-Gefahr bei Managern

Beitrag Cornelia Wüst, Geschäftsführerin der Tiba Coaching GmbH

Burnout kann jeden treffen. Wer jedoch ständig erreichbar ist, 60-Stunden-Wochen leistet und die Wochenenden durcharbeitet, ist besonders gefährdet. Das hat die Studie „Psychische Gesundheit von Managern“ der SRH Hochschule Heidelberg ergeben, für die bundesweit 282 Führungskräfte befragt wurden.

Das Ergebnis zeigt: Die für Führungskräfte typische hohe Arbeitsbelastung zehrt an den Nerven und den Kräften. Vor allem die Arbeitsintensität – also die Pflicht, in wenig Zeit viel leisten zu müssen – wird dabei als besonders belastend empfunden. Verstärkt wird dies durch die fehlende Anerkennung des hohen Engagements, durch fehlendes regelmäßiges Feedback zur Arbeitsleistung sowie mangelnde Aussichten auf berufliche Weiterentwicklung. Hinzu kommen Rollenkonflikte im Unternehmen sowie Konflikte zwischen Berufs- und Privatleben. Besonders heikel wird es für die Führungskräfte, wenn einer hohen Arbeitsintensität ein als gering erlebter Tätigkeitsspielraum entgegen steht, also beispielsweise Entscheidungsspielräume fehlen oder eine selbstständige Arbeitseinteilung nicht möglich ist.

Wer dauerhaft unter solchen Voraussetzungen arbeitet, wird krank. Das Spektrum reicht dabei von psychischen Belastungen bis hin zu konkreten gesundheitlichen Folgen. Die Studie unterscheidet hier folgende drei Phasen:

  1. Irritation als kurzfristige Befindlichkeitsbeeinträchtigung. Typisch dafür sind die gedankliche Weiterbeschäftigung mit der Arbeit auch nach Feierabend und Gereiztheit.
  2. Emotionale Erschöpfung und Depersonalisation, also den Verlust bzw. die Veränderung des ursprünglichen, natürlichen Persönlichkeitsgefühls bis hin zum Burnout.
  3. Depressive Symptome wie fehlendes Interesse und Freude an den Tätigkeiten, Niedergeschlagenheit bis hin zum Gedanken, lieber tot zu sein.

Wie stark jemand gesundheitlich gefährdet ist, hängt sehr von der Persönlichkeit einer Führungskraft ab. Optimismus, Selbstwirksamkeitsüberzeugung, ein hohes Selbstwertgefühl und Resilienz, also eine hohe emotionale Stabilität, wirken positiv und schützen vor Burnout.

Resilienz lässt sich lernen

Die gute Nachricht für alle: Resilienz bzw. die Eigenschaften, die eine resiliente Persönlichkeit ausmachen, lassen sich lernen. Nach Dr. Andrew Shatté handelt es sich dabei um folgende Persönlichkeitsmerkmale:

1. Optimismus

2. Akzeptieren der Situation

3. In Lösungen denken

4. Selbstwirksamkeit

5. Verantwortung übernehmen

6. Netzwerkorientierung

7. Zukunft planen

Diese Eigenschaften wirken sich direkt auf das Denken und Handeln der Persönlichkeiten aus.
Resiliente Menschen

  • sind davon überzeugt, dass die aktuelle Situation zeitlich begrenzt ist und sie alle Voraussetzungen in sich tragen, um die Herausforderung zu lösen.
  • sind bereit, die Situation so wie sie ist, zu akzeptieren – dies ist die Voraussetzung, um sich auf die Lösung zu konzentrieren.
  • schlüpfen nicht in die Opferrolle, sondern konzentrieren sich stattdessen auf ihre Stärken.
  • übernehmen bewusst die Verantwortung für das eigene Handeln.
  • sind gut vernetzt und nutzen dieses Netzwerk zur Lösungsfindung.
  • planen die berufliche und private Zukunft durch Visionen und Ziele.

Haben die Manager die Chance, diese Persönlichkeitsmerkmale in ihr Führungsverhalten einfließen zu lassen, kann das gesamte Unternehmen davon profitieren. Dazu müssen sie Entscheidungen selbstständig treffen und ihren Arbeitstag eigenständig planen können. Auch eine offene Fehlerkultur ist wichtig – wer Angst vor Sanktionen aufgrund von Fehlentscheidungen haben muss, wird in seinem Handeln und Tun gehemmt.

Ein Führungsverhalten, das auf Eigenverantwortung und Fehlerkultur aufgebaut ist, lässt sich – ebenso wie die Persönlichkeitsmerkmale selbst - bei Bedarf gemeinsam mit einem Coach trainieren. Dieser analysiert gemeinsam mit der Führungskraft, welche persönlichen Eigenschaften gestärkt werden müssen und setzt dies mit ihm direkt in der Praxis um. Dabei können auch Eigenschaften, die der emotionalen Stabilität im Wege stehen, abtrainiert werden.

Die Studie „Psychische Gesundheit von Managern“ der SRH Hochschule Heidelberg ist abrufbar unter: http://www.hochschule-heidelberg.de/de/fakultaet-fuer-angewandte-psychologie/aktuelles/projekte/psygema/

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